der Ende des Internets

Ordnungsliebe vs. Faulheit – Das Ergebnis

by Maddin on Aug.11, 2009, under Alltag, Technik

Nabend zusammen,

heute ist es mal wieder an der Zeit ein paar Worte hier zu schreiben und etwas über eine Beschäftigung zu erzählen, die mich die letzten 18 Tage mal mehr, mal minder beschäftigt hat.

Wer mich kennt weiß, dass ich eigentlich ein ordnungsliebender Zeitgenosse bin. Und genau aus diesem Grund störte mich schon seit geraumer Zeit ein riesiger Schandfleck auf meiner Festplatte. Dieses Übel fand sich im Ordner “Musik” und war mit “nicht_einsortiert” tituliert.

Wie es oft so ist, wenn man mal irgendwo Ordnung geschaffen hat, so kommt der Tag – die Stunde, der Moment -, in dem man beginnt, diese Ordnung zu untergraben. Die eigene Faulheit versteckt sich dann meist hinter Ausreden wie “Ich mach jetzt mal eine Ausnahme.”, “Ich hab grad keine Zeit das richtig zu ordnen” oder dem Klassiker: “Das ordne ich beim nächsten Mal mit ein!”. Dieses Schauspiel, das sich im Nachhinein eher als Trauerspiel entpuppt, wiederholt sich immer und immer wieder. Und mit jedem weiteren Male sinkt die Hemmschwelle es erneut zu tun.

So geschehen auch bei mir vor einigen Jahren. Meine mp3-Sammlung war sauber geordnet, einheitlich benannt und auch die Metainformationen waren vernünftig gesetzt. Doch die Zeit nagte an dieser Ordnung, CD für CD kam hinzu und landete in diesem ominösen Ordner namens “nicht_einsortiert”.  In der Zwischenzeit war die Welt in diesem Ordner zu identischer Größe angewachsen, wie die Musikwelt außerhalb des Ordners.  Die Erkenntnis zur Lösung des Problems war dabei die ganze Zeit klar: “Ich muss das irgendwann endlich mal einsortieren”. Aber auch dieser Satz ist nichts anderes als Schall und Rauch. Zumindest war er das bis vor 18 Tagen.

MP3Tag-Logo

MP3Tag-Logo

Ich hatte einen Anflug von Tatendrang und begann eine Odysee von (zu diesem Zeitpunkt) unbekannter Länge. Ich lud mir das Tool “MP3Tag” in der Version 2.43 herunter. Es war eine Empfehlung meines Mitbewohners und zugleich der erste Schritt. Das Tool bot eine schnell verständliche Bedienung und passenderweise eine Anbindung an Datenbanken wie freedb oder amazon, um Tracklisten bzw. Album-Cover zu erlangen. Diese Verbindung sollte es enorm vereinfachen den Berg an Arbeit zu erklimmen und zu besiegen. Nach einigen ersten Versuchen, machte das Tool einen angenehmen Eindruck und die letzte Hürde auf dem Weg zum Gipfel viel: Die Entscheidung das jetzt wirklich durchzuziehen!

Nun, 18 Tage später blicke ich vom Gipfel des Berges herab auf eine saubere und erneuerte Ordnerstruktur, einheitliche Dateibenennung, einheitliche Metainformationen zu Künstler, Album, Jahr und Titel und auf die entsprechenden Albumcover in geschätzt 90% der Dateien. Jetzt, in diesem Augenblick fühlt man Genugtuung beim Löschen des ungeliebten und mittlerweile geleerten “nicht_einsortiert”-Ordners, man ist froh es endlich hinter sich gebracht zu haben. Stolz auf sein Durchhaltevermögen und schlicht und einfach zufrieden.

Doch irgendwo im Hinterkopf, da schreit eine manisch lachende Stimme:
“Bald kommt eine neue CD…”

In diesem Sinne… schönen Abend und auf bald

euer Maddin!

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