Wenn angehende Ingenieure sinnieren…
by Maddin on Feb.14, 2009, under Alltag, Kurioses
Hallo meine treuen Leser!
Heute gibts mal wieder eine kleine Story aus dem Alltagsleben von angehenden Ingenieuren. Es trug sich gestern in einer der diversen Kaffeepausen zu, dass ich mich mit einem anderen Ingenieursstudenten über Kaffeeverteilungsmechanismen unterhielt. Wir kamen auch schnell auf die Idee, dass eine Art Pipelinesystem praktisch wäre, was den Kaffee direkt zum Arbeitsplatz liefert.
Unsere Vorstellung war dann so, dass man eine Art Interface hat, über das man die Bestellung abgibt. Anschließend stellt man seine Kaffeetasse in den entsprechenden Auslass und der Kaffee wird vorn in der Teeküche zubereitet und dann per Pipeline an den Arbeitsplatz transportiert.
Doch damit ergibt sich auch schon das nächste Problem: Woher weiß der Kaffee zu welchem Auslass er soll bzw. was ist wenn 2 Leute gleichzeitig Kaffee unterschiedlicher Stärke anfordern? Welcher wird zuerst durch die Leitung geschickt usw.? Um den Aufwand an Rohrleitungen zu minimieren, hatten wir uns dann überlegt, dass es eine Art Mechanismus, wie Voice over IP, nur halt Coffee over IP geben müsste, sodass man den Kaffee richtig adressieren kann.

Coffee over IP Logo
Ein kurzer Blick ins Internet lies uns dann aber auch erkennen, dass wir nicht die ersten mit der Idee des CoIP waren. Allerdings bezieht sich diese CoIP-Idee mehr darauf die Kaffeemaschine vom Arbeitsplatz aus zu bedienen bzw. Pflegeprogramme zu starten. Somit wäre damit nur die Hälfte unserer Idee umgesetzt. Der Kaffee müsste immernoch selbst geholt werden.
Soviel von den zu viel Kaffee trinkenden Ingenieursstudenten ;)
Maddin
PS: Über Anregungen zur Umsetzung der Kaffeeverteilung bin ich gern offen! :)


February 14th, 2009 on 19:04
Hmm, da müsste man dann mal überlegen, wie man das passend umsetzt. Die vorhandene Infrastruktur aus Twisted-Pair-Kabeln kann man wahrscheinlich nicht dafür einsetzen, da die CoIP-Pakete höchstwahrscheinlich einen flüssigen Payload haben und das über die Kupferleitungen schwer zu übertragen ist. Beamen könnte da eine Lösung sein, jedoch sind die aktuellen Methoden noch nicht ausgereift genug, um eine erfrischende Menge übertragen zu können.
Vor allem sollte man bei der Umsetzung dieser Ideen jedoch auf die Einhaltung von existierenden Standards achten, wie z.B. dem Hypertext Coffee Pot Control Protocol (HTCPCP; RFC2324), damit sich die neuen Geräte in die vorhandene Infrastruktur soweit wie möglich integrieren lassen und auch Geräte anderer Hersteller Anschluß finden können.
Die Übertragung der flüssigen Datenmenge ist sicherlich das schwierigste Problem…
February 15th, 2009 on 12:29
Das Übertragungsproblem lässt sich doch ganz einfach lösen. Man benötigt lediglich kleine Kaffeebehälterkugeln (oder Quader oder Zylinder oder …), die addressiert werden können, an jeder Endstation gesammelt und in einen Becher entleert werden. So wie Rohrpost.
Und abhängig von der Größe der Behälter lassen sich dann auch verschiedene bisherige Leitungen nutzen (z.b. von Erdölpipelines über Rohrpoströhren bis zu Kupfer- oder Glasfaserkabeln).