Rebecca Gablé: “Das Lächeln der Fortuna”
by Maddin on Mar.07, 2010, under Bücher
Seid gegrüßt!
Bis vor kurzem habe ich “Das Lächeln der Fortuna” von Rebecca Gablé gelesen. Dieses Buch ist eines der Lieblingsbücher meiner Freundin. Durch ihre Empfehlung bin ich auf dieses Buch, das ich mir auch gleichzeitig von ihr geliehen habe, gekommen. Es handelt sich dabei um einen fast 1300-seitigen historischen Roman, der einen vollkommen in seinen Bann zu ziehen vermag.
Wir schreiben England in Mitten des 100-jährigen Krieges. Robin (eigentlich Robert), der letzte lebende Sohn des Earl of Waringham ist ein Junge von 12 Jahren und befindet sich in der Klosterschule. Dort zeigt er, dass er nicht nur recht gescheit ist, sondern wie ihm die Regeln und Einschränkungen der Klosterschule missfallen. Er hofft jeden Tag, dass sein Vater endlich aus dem Feldzug in Frankreich zurück kehrt und ihn aus dem Kloster holt. Doch dazu kommt es nie. Eines Tages wird ihm mitgeteilt, dass sein Vater in Frankreich gestorben ist. Doch er sei nicht im Krieg gefallen, sondern habe Verrat am Englischen König begangen und habe sich anschließend erhängt. Für Robin bricht eine Welt zusammen. Sein Vater ein Verräter und er dadurch praktisch ein Niemand. Titel und Lehen sind verwirkt. Er beschließt aus der Klosterschule zu fliehen und sein Leben selbst in die Hand zu nehmen…
Dies ist die Ausgangsituation des historischen Romans, der Robin auf den Wegen seines Lebens begleitet. In packender Art und Weise beschreibt Rebecca Gablé die Umstände die Robin widerfahren, während sich das Rad der Fortuna kontinuierlich dreht. Sie beschreibt, wie Robin wieder nach oben kommt und welche Rückschläge er, seine Freunde, Familie und Gönner hinnehmen müssen und mit welchen Intrigen seine Gegner versuchen ihm zu schaden. In beeindruckender Weise verflechtet Gablé die tragische Geschichte von Robin mit der englischen Geschichte. Es gibt einen guten Eindruck des Lebens in den Kreisen sowohl des Adels, als auch der Bauernschaft, dem Zwiespalt zwischen Monarchie und Kirche, über die Machtspiele und Intrigen, die seinerzeit an der Tagesordnung waren.
Dabei erzählt Gablé auch die Geschichte des Hauses Lancaster, dessen Begründer John of Gaunt, der Duke of Lancaster, ist gleichzeitig der mächtigste Freund und Gönner Robins. So ergeben sich eine Reihe von Nebenhandlungslinien, die Rebecca Gablé ausgezeichnet in die Haupthandlung einflechtet und somit noch mehr Spannung erzeugt. Die Reihe der Englischen Königshäuser geht im Übrigen bis heute auf John of Gaunt zurück.
Zusammenfassend kann ich dieses Buch jedem wärmstens empfehlen, der Spaß an umfangreichen Erzählungen und historischen Zusammenhängen hat. Man sollte sich nur nicht von der Unmenge an Personen verwirren lassen, die in der Handlung vorkommen. Für mich war es ein Lesespaß, der mich einige Wochen gefesselt und erfreut hat. Die Fortsetzung von Robins Geschichte bzw. der seiner Familie sowie der Geschichte des Hauses Lancaster erfolgt in Gablés Romanen “Die Hüter der Rose” und “Das Spiel der Könige”. Beide Romane stehen bei mir ganz oben auf der Liste der Bücher, die ich noch lesen will.
Ich hoffe ich konnte euch einen guten Eindruck geben und wer weiß? Vielleicht kommt ihr ja auch auf die Idee, euch das Buch oder gar die gesamte Trilogie selbst vorzunehmen :)



June 12th, 2010 on 05:32
ich liebe dieses buch… ich habe es gestern zum dritten mal zuende gelesen… und es fasziniert mich immer wieder… ich habe auch die anderen beiden buecher gelesen aber sie koennen bei weitem dem ersten teil nich das wasser reichen…
lancaster ist ein starker name… rebecca gable hat diesen charackter so unglaublich gut beschrieben… er ist wie eine legende…
einer der menschen die ich wirklich gerne mal getroffen haette… kennen gelernt haette…
im zweiten teil ist es der kardinal und im dritten richmond…
ich bin hin und weg…
June 14th, 2010 on 05:18
Vielen Dank für deinen Kommentar :)
August 14th, 2010 on 16:50
Hallo
Hast du die anderen beiden Bücher mittlerweile schon gelesen? Ich finde den zweiten Teil mit John of Waringham am besten. Das kann oder wird aber daran gelegen haben, dass ich dieses Buch als erstes gelesen habe und es sich deshalb am besten eingeprägt hat. Den dritten Teil fand ich etwas schwächer, aber auch sehr spannend. Schade, dass die Geschichte ausgerechnet bei Henry VII. endet. Ich hatte schon immer eine Schwäche für die Tudors.
Allerdings habe ich gerade erst die unbestätigte Behauptung gelesen, dass nächstes Jahr ein vierter Band erscheinen soll. Also halte dich ran mit dem Lesen :)