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	<title>der Ende des Internets &#187; Backup Boot Sector</title>
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		<title>TestDisk 6.10 &#8211; Ein Retter in bescheidenem Gewand</title>
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		<pubDate>Tue, 31 Mar 2009 07:59:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Maddin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alltag]]></category>
		<category><![CDATA[Technik]]></category>
		<category><![CDATA[Backup Boot Sector]]></category>
		<category><![CDATA[Data Recovery]]></category>
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		<description><![CDATA[Guten Morgen in die unendlichen Weiten des Internets!
Eine der grundlegendsten Weisheiten, die wir in unserer Kindheit von Eltern, Geschichten, Filmen, Märchen und anderen textuellen sowie audiovisuellen Medien mit auf unseren Weg bekommen, ist die Vorstellung von Rettern und Helden. Diese herausragenden Charaktere zeichnen sich meist durch ihre heroischen Gewänder oder Umhänge aus.
Wenn man jedoch dann [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_181" class="wp-caption alignright" style="width: 110px"><a href="http://www.cgsecurity.org/wiki/TestDisk_Download"><img class="size-full wp-image-181" title="TestDisk Data Recovery Logo" src="http://endedesinter.net/wp-content/uploads/2009/03/testdisklogo-clear-100.gif" alt="TestDisk Data Recovery Logo" width="100" height="100" /></a><p class="wp-caption-text">TestDisk Data Recovery Logo</p></div>
<p>Guten Morgen in die unendlichen Weiten des Internets!</p>
<p>Eine der grundlegendsten Weisheiten, die wir in unserer Kindheit von Eltern, Geschichten, Filmen, Märchen und anderen textuellen sowie audiovisuellen Medien mit auf unseren Weg bekommen, ist die Vorstellung von Rettern und Helden. Diese herausragenden Charaktere zeichnen sich meist durch ihre heroischen Gewänder oder Umhänge aus.</p>
<p>Wenn man jedoch dann etwas älter wird, stellt man schnell fest, dass die wahren Helden, denen man im Alltag begegnet oder deren Hilfe man in Anspruch nimmt, meist in eher bescheidenem Gewand daherkommen. Ein Beispiel für einen derartigen digitalen Lebensretter ist das Data Recovery Tool TestDisk.</p>
<p><span id="more-182"></span>Doch beginnen wir doch von vorn: Es war heute vor einer Woche, als mich am Abend der dringende Hilferuf eines Verwandten erreichte. Sein Laptop bootete nicht mehr. Nach weiteren 5-10 Minuten des Schilderns von Symptomen und des Gesprächs stand die Diagnose fest: Festplattenschaden. Dummerweise war auch der Master Boot Record betroffen, sodass das System gar nicht mehr wollte. Ungeachtet der schlechten Voraussetzungen kann man doch von gutem Timing sprechen, da ich in Kürze ein paar Tage zuhause verbringen würde.</p>
<p>Noch am selben Abend wurde die Bestellung einer Ersatzfestplatte in Auftrag gegeben, selbige wurde noch am Freitag geliefert. Sehr großes Lob an dieser Stelle an die <a title="VV Computer Vertriebs GmbH" href="http://shop.vv-computer.de/" target="_blank">VV Computer Vertriebs GmbH</a>! Ebenso am Freitag habe ich mir dann noch ein <a title="USB 2.0 to IDE &amp; S-ATA Cable" href="http://www.conrad.de/goto.php?artikel=974903" target="_blank">USB to IDE/S-ATA Adapterkabel</a> besorgt, um die defekte Platte an meinen Rechner anschließen zu können. Ab Sonntag Nachmittag war dann das technische Problemkind zur Behandlung bei mir. Der Umbau der Festplatten war schnell bewerkstelligt und der Anschluss der defekten Platte an mein Notebook brachte den ersten Silberstreif am Horizont. Es war nur eine von drei Partitionen betroffen. So konnten allein 30 GB an Daten gesichert werden.</p>
<p>Ein kurzer Anruf bei meinem Verwandten stimmte diesen zunächst erstmal froher. Doch es waren noch wichtige Daten seiner Frau auf der betroffenen Partition. Diese wurde jedoch vom Dateiexplorer als unformatiert angezeigt, da der Boot Sector in irgendeiner Form beschädigt war. Mit etwas Kenntnis von Dateisystemen weiß man allerdings, dass NTFS einen Backup Boot Sector anlegt. Nur wie kommt man da ran? Da ich mit derartigen Fällen von Datenrettung noch nicht viel Erfahrung hatte, habe ich mir<a title="Beginners Guides: Hard Drive Data Recovery" href="http://www.pcstats.com/articleview.cfm?articleID=1139" target="_blank"> im Internet Hilfe geholt</a>.</p>
<p>In diesem Guide wurden einige Varianten und Tools beschrieben. Darunter war auch TestDisk, der sogenannte heilige Gral. Da Testdisk im Gegensatz zu vielen Lösungen in diesem Bereich <strong>NICHT KOSTENPFLICHTIG</strong> ist, <span style="text-decoration: line-through;">viel</span> fiel meine Wahl darauf. Ich lud mir die <a title="TestDisk Data Recovery Download" href="http://www.cgsecurity.org/wiki/TestDisk_Download" target="_blank">Version 6.10 für Windows XP (und Co.)</a> herunter und las mir die <a title="TestDisk Step by Step" href="http://www.cgsecurity.org/wiki/TestDisk_Step_By_Step" target="_blank">Step-by-Step Anleitung</a> durch.</p>
<p>TestDisk selbst kommt in einem einfachen DOS-CLI daher. Bedient wird &#8211; wie in den guten alten Zeiten &#8211; ausschließlich über die Tastatur. Zunächst muss man ein Log-File anlegen bzw. ein bestehendes erweitern. Da ich dieses Tool zum ersten Mal einsetzte, war die Wahl klar. Anschließend muss man den Datenträger wählen, auf dem man arbeiten möchte. Also in meinem Fall die defekte Platte meines Verwandten.  Die nächste Info, die TestDisk benötigt ist der Partitionstyp.  Hier fällt die Wahl klar auf <strong>&#8220;Intel/PC partition&#8221;</strong>.</p>
<p>Mit dem folgenden <strong>&#8220;Analyse&#8221;</strong> Befehl beginnt TestDisk die Partitions-Infos auszulesen und stellt eine kleine Tabelle dar. Hier waren natürlich die unbeschädigten Partitionen aufgeführt und die Info <strong>&#8220;Invalid NTFS boot&#8221;</strong> bei der nicht erkannten Partition. Als nächstes kann man über <strong>&#8220;Quick Search&#8221; </strong>dem Tool die Anweisung geben, dass es nach weiteren Partitionen suchen soll. Der erste Suchlauf brachte mehr oder weniger Ernüchterung: Es wurden nach wie vor nur 2 Partitionen gefunden. Doch es gab noch die Option<strong> &#8220;Deeper Search&#8221;</strong>. Dieser Suchlauf schließt nun auch die Backup Boot Sektoren ein. Und nach wenigen Minuten erfreute mich die Anzeige mit drei Einträgen, inklusive der vermissten Partition und der Info: <strong>&#8220;NTFS found using Backup Sector!&#8221;</strong></p>
<p>Die Rettung schien nahe. Jetzt musste es nur noch gelingen, diese Backup Sector-Daten wieder in den eigentlichen Boot Sector zu schreiben. Dies gelingt natürlich nur, wenn dieser nicht physikalisch beschädigt ist. Und dies konnte ich nicht garantieren, da ein physikalischer Schaden den Ausfall erst ausgelöst hatte. Ich folgte jedenfalls voller Hoffnung den letzten Schritten der Anleitung und hatte Glück. Der Boot Sector konnte wieder geschrieben werden. Damit konnte nun wieder über den Windows Explorer auf diese Partition zugegriffen werden.</p>
<p>Nun versuchte ich soviel wie möglich von der beschädigten Sektion zu kopieren. Doch schnell ertönte der Standard-Fehler-Ton von Windows. Ich konnte nicht auf alle Ordner zugreifen. Es waren also doch einige Daten endgültig verloren. Die Befürchtung kam auf: War alles umsonst?</p>
<p>Nein! Denn wie es sich für eine Geschichte mit Rettern und Helden gehört, gab es ein Happy End. Im Bereich der eigenen Dateien war der Ordner eines Benutzerkontos nicht lesbar. Allerdings das meines Verwandten, der sowieso den Großteil auf der intakten Partition gesichert hatte. Der Ordner seiner Frau war fast vollständig lesbar. Somit konnten ihre persönlichen Datein in Gänze gerettet werden.  Insgesamt nochmal fast 200 MB.</p>
<p>Somit steht die Bilanz: Defekte 60 GB Festlatte, aber ca. 31 GB an geretteten Daten. Vielen Dank deshalb an die Entwickler von TestDisk!</p>
<p>Abschließend aber nochmals der Hinweis:</p>
<p>Diese Rettung funktioniert nur, wenn der Backup Boot Sector intakt und lesbar ist und der Master Boot Sector beschreibbar ist! Also beispielsweise, wenn ihr versehendlich die Partitionsinfo gelöscht habt. Wenn durch physikalische Schäden etwas in dem Bereich zerstört ist, dann kann auch TestDisk wenig ausrichten. Ich hatte glück, dass der physikalische Schaden zwar den Boot Sector unlesbar gemacht hatte, aber dennoch das Zurückschreiben des Backups möglich war.</p>
<p>Also denn: fröhliches Datenretten ;)</p>
<p>Maddin</p>
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